Janina Kühnert, 23, Auszubildende in Teilzeit als Kauffrau für

Bürokommunikation bei der Titanfilm GmbH

„Ich habe einen Ausbildungsvertrag über 30 Stunden pro Woche. Zwei Tage bin ich

in der Berufsschule, an drei Tagen arbeite ich von 10 bis 16 Uhr in der Firma.

Dadurch, dass ich so spät anfange, kann ich gemeinsam mit meiner Tochter

aufstehen und sie in den Kindergarten bringen. Der Vater holt sie nachmittags ab.

Abends habe ich dann genug Zeit und Kraft, um für Prüfungen zu lernen.“

 

Vivian Gabbe, 25, Auszubildende in Teilzeit als Einzelhandelskauffrau
in der Boutique Pinky's

„Als alleinerziehende Mutter kann ich mir keine Durchhänger leisten.
Ich trage Verantwortung und möchte meinen beiden Kindern ein Vorbild sein.
Die Teilzeitausbildung ist meine Chance auf einen guten Job und die will ich nutzen.
Mein Traum wäre, mich irgendwann selbstständig zu machen und selbst eine Boutique
zu eröffnen.“

 

Dorota Ligacz, 25, Auszubildende in Teilzeit als Verwaltungsfachangestellte im

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

„Ich hatte mich eigentlich für eine Vollzeitausbildung beworben. Als ich die Zusage

hatte, habe mich erst nicht getraut zu fragen, ob ich auch in Teilzeit arbeiten kann.

Doch der Träger LIFE e.V. hat mich beim Gespräch unterstützt und es hat geklappt.

Ich habe den Eindruck, dass meine Vorgesetzten jungen Müttern gegenüber sehr

aufgeschlossen sind.

Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, muss sich im Klaren sein, dass das

Lernpensum relativ hoch ist. Damit ich mich nicht so unter Leistungsdruck setze, hat

mir die Ausbildungsleiterin angeboten, um ein Jahr zu verlängern. Ich fand die Idee

gut – auch weil ich jetzt ein Jahr länger auf ein festes Einkommen zählen kann.“