Teilzeitberufsausbildung erfordert gute Absprachen unter allen Beteiligten.
Ausbildende, Auszubildende, Kammern und Berufsschulen sollten sich deshalb
bereits vor Ausbildungsbeginn miteinander abstimmen. In diesem Abschnitt
erhalten Sie praktische Hinweise, wie sich mögliche Stolpersteine im
Vorfeld beseitigen lassen:

Sie sind unsicher, ob eine Bewerberin die Sorge für ein Kind mit der
Teilzeitberufsausbildung vereinbaren kann? – Machen Sie ihr ein Angebot: Im
Rahmen einer Praxisphase, die gegebenenfalls auf die Ausbildungszeit
angerechnet wird, können Sie testen, wie die Zusammenarbeit klappt.
Außerbetriebliche Träger können Sie dabei unterstützen.

Im direkten Gespräch lassen sich mögliche Schwierigkeiten am besten
erkennen und viele Probleme lösen. Geben Sie Ihrer Auszubildenden daher
regelmäßig Rückmeldung zu ihren Leistungen.

Sprechen Sie mit der Berufsschule darüber, inwieweit sich die
Unterrichtszeiten mit dem Betreuungsangebot für das Kind vereinbaren lassen.
Werben Sie bei den Verantwortlichen um Verständnis, dass für zeitliche
Überschneidungen individuelle Lösungen gefunden werden. Fragen Sie Ihre
Auszubildende, in welcher Klasse die Unterrichtszeiten für sie günstig wären.

Angenommen, das Kind Ihrer Auszubildenden ist krank. Oder die Betreuung
ist nicht gewährleistet, weil die Kita etwa wegen einer Fortbildung der
Erzieherinnen und Erzieher geschlossen ist. – Klären Sie, inwieweit die
Auszubildende ihre Aufgaben z. B. Heimarbeit erledigen oder kurzfristig andere
Betreuungsmöglichkeiten organisieren kann.

Gruppenausbildungsmodelle, die auf selbständiges Lernen setzen, eigenen
sich besonders gut für Auszubildende in Teilzeit. In größeren Unternehmen bietet
es sich an, dass mehrere Teilzeitauszubildende gemeinsam lernen, da sie sich
gegenseitig unterstützen können.